GRAMMER AG SETZT QAD SRM EIN, UM DIE NACHHALTIGKEIT IHRER GLOBALEN AUTOMOBILLIEFERKETTE ZU STÄRKEN
Die Grammer AG steht seit mehr als 100 Jahren für Innovation in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in die 1880er-Jahre zurück, als Willibald Grammer im deutschen Amberg eine Sattlerei mit dem Anspruch gründete, seinen Kundinnen und Kunden genau zuzuhören, um ihren Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen.
Heute ist Grammer in den Geschäftsbereichen Automotive und Commercial Vehicles tätig, mit über 46 Produktions- und Vertriebsstandorte in 19 Ländern. Das Unternehmen ist weltweit führend mit seinen Sitzen für Nutzfahrzeuge, darunter für Land- und Baumaschinen, Lkw, Busse sowie Züge. Es produziert ergänzend dazu Kopfstützen, Konsolen, Armlehnen und andere Produkte für die Fahrzeuginnenausstattung.
Grammer engagiert sich stark für Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführung (Environmental, Social und Corporate Governance, ESG). Es bindet Nachhaltigkeit in jedem Aspekt seiner Geschäftstätigkeit ein – von der Zusammenarbeit mit Lieferunternehmen bei der Materialbeschaffung bis hin zur kontinuierlichen Verringerung des CO₂-Fußabdrucks aller Produkte.
Das Unternehmen ist seit 2015 Kunde von QAD und hat alle QAD SRM-Module lizenziert, einschließlich Supplier Data Management, Sourcing und Auctions. Die Zusammenarbeit begann mit Allocation Network, das seit 2020 Teil von QAD ist.
Die Herausforderung:
Grammer ist ein Vorreiter im ESG-Bereich, musste aber wie viele andere nachhaltigkeitsorientierte produzierende Unternehmen einen Weg finden, die Umweltziele voranzutreiben und gleichzeitig die Lieferkettenunterbrechungen aufgrund der COVID-19-Pandemie, der Inflation, der geopolitischen Spannungen und der sich entwickelnden gesetzlichen Anforderungen, einschließlich des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG), auszugleichen.
„Grammer möchte im Bereich des Umweltschutzes weiter vorankommen und eine führende Rolle im Markt einnehmen. Nicht nur aus technischer, sondern auch aus nachhaltiger Perspektive, indem unsere Produkte einen grünen Fußabdruck und sinkende Kohlendioxid (CO2)-Emissionen aufweisen“, erklärt Gerd Kittel, Senior Manager of Digitalization Processes and Data Analytics und Leader of Operational Purchasing der Grammer AG.
Die Automobil- und Nutzfahrzeugherstellenden, die die Produkte von Grammer verwenden, haben hohe Nachhaltigkeitsstandards und erwarten von ihren zuliefernden Unternehmen, dass sie zur Erfüllung dieser Ziele beitragen. Das gilt auch für Grammer. Die Firmen haben viele Möglichkeiten, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen zu reduzieren. Um jedoch die Scope-3-Emissionen in der Lieferkette zu senken, sind enge Beziehungen zu den Lieferunternehmen und ein Einblick in deren Beschaffungsfunktionen erforderlich.
Folglich der Gesetze wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz müssen Unternehmen in der Lage sein, zu überprüfen, ob ihre Lieferketten ambitionierte Umwelt- und Menschenrechtsstandards einhalten. Die Rückverfolgbarkeit ist von entscheidender Bedeutung, ebenso wie die Flexibilität, Lieferunternehmen zu wechseln, wenn es zu Störungen kommt oder wenn ein Material bestimmte ESG-Kriterien nicht erfüllt.
Dies kann eine Herausforderung sein, wenn bedacht wird, dass nur 6 % der Unternehmen angeben, eine vollständige Transparenz ihrer Lieferketten zu haben. Unterbrechungen der Lieferketten sind nicht neu, aber die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie kostspielig sie sein können. Infolgedessen verpflichteten sich 93 % der Unternehmen, ihre Lieferketten nach der Pandemie flexibler, agiler und widerstandsfähiger zu gestalten, aber nur wenige konnten zwölf Monate später nennenswerte Fortschritte verzeichnen.
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten von Grammer, aber das Unternehmen engagiert sich auch für Innovation und die Eroberung eines größeren Anteils des Marktes für Nutzfahrzeugsitze und Produkte für die Fahrzeuginnenausstattung.
„Wir möchten nicht nur Servicepartner, sondern auch technisch führend in den von uns bedienten Märkten sein. Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden ein weites Spektrum an Dienstleistungen und eine breite Palette an Produkten der Firma Grammer anbieten“, so Kittel.
Gerd Kittel, Senior Manager of Digitalization Processes and Data Analytics und Leader of Operational Purchasing, Grammer AG
Die Lösung:
Grammer war und ist mit vielen komplexen Herausforderungen konfrontiert. Das Unternehmen benötigte eine Lösung für das Lieferantenmanagement, die die Zusammenarbeit zwischen dem globalen Team fördert, den Beschaffungsprozess rationalisiert, eine gute Kommunikation und starke Beziehungen zu den Lieferunternehmen ermöglicht und eine durchgängige Transparenz der Lieferkette bietet.
Mit QAD SRM hat Grammer das richtige Werkzeug gefunden. Das Unternehmen implementierte die Lösung im Jahr 2015 und lizenzierte QAD Auctions, Supplier Data Management und Sourcing.
„Unser vorheriges Lieferantenmanagementsystem war nicht sehr flexibel, und das war ein großes Thema zu Beginn der Implementierung von ASTRAS by Allocation“, erklärt Kittel und verweist dabei auf den Namen der Lösung, vor der Übernahmen 2020. „Mit QAD SRM haben wir die Flexibilität, eine Menge Dinge anzugehen.“
„QAD SRM ermöglicht es uns, komplexe Themen richtig zu steuern. Wir sind in der Lage, die Dinge selbst zu verwalten“, so Kittel weiter. „Auf dieser Basis entschieden wir, dass es das Richtige für unseren Bereich ist.“
Heute nutzt Grammer QAD SRM für die Verwaltung seiner gesamten Pipeline. Das Unternehmen integriert die Lösung mit PLM, ERP sowie seinen Lösungen für die Vertriebs- und Betriebsplanung (Sales & Operations Planning, S&OP) und das Risikomanagement, um einen reibungslosen End-to-End-Prozess zu gewährleisten.
„Wir nutzen QAD wirklich als Single Point of Truth für den Einkauf und verbinden weiterhin verschiedene Abteilungen für das Supply Management damit. Das ist ein Unterscheidungsmerkmal für QAD im Vergleich zu anderen Lösungen“, erklärt Kittel.
Die Vorteile:
„Das ist ein großer Erfolg für uns als Lieferkettenmanagement-Team. Wir sind noch dabei, erste Schritte zu unternehmen, aber diese Ergebnisse bedeuten, dass der grundlegende Ansatz funktioniert, und wir freuen uns darauf, in Zukunft größere Schritte zu machen“, so Kittel.
„Die Kollaborationsmöglichkeiten von QAD ermöglichen es uns, ein Subsystem mit den Details zu implementieren, die wir benötigen, um Lücken in unserer Lieferbasis zu identifizieren. Wir analysieren nicht nur die Kosten, sondern auch Risiken und Themen, wie ESG. Wir fordern unsere Lieferanten auf, uns den CO₂-Fußabdruck ihrer Teile zu nennen, und sie müssen garantieren, dass sie diesen auch einhalten“, erklärt Kittel.
„Wir haben einen Verhaltenskodex in unserem Unternehmen und auch für unsere Lieferanten, denn wir wissen um die Verantwortung, die Grammer gegenüber dem Markt hat. Wenn wir die richtigen Lieferanten für die richtigen Produkte auswählen und wenn wir die Arbeitsbedingungen positiv beeinflussen, dann tun wir das Richtige“, so Kittel weiter.
„Wir nutzen unsere Beschaffungsvorlagen, um unsere Lieferanten dazu zu bewegen, in die gleiche Richtung zu gehen“, fügt Fernanda Dorantes, Process Digitalization Managerin der Grammer AG, hinzu. „Infolgedessen haben viele unserer Lieferanten die gleiche Art von Prozessen und Analysen integriert, was ihre Präsenz linearer und umwelt- und sozialbewusster macht.“
„Die Digitalisierung kann für Endanwendende in der Lieferkette ein komplexer Weg sein. Mit QAD SRM kann man einen Unterschied in der Transparenz spüren. Wir können alle unsere Informationen global teilen und analysieren“, so Dorantes weiter.
„QAD SRM deckt die Bereiche ab, die wir ohne Digitalisierung nicht sehen könnten. Dazu gehört auch das Risiko unserer Lieferanten. Wir haben immer eine Datenbank für alle verfügbar. Die Transparenz hat sich für uns sehr positiv ausgewirkt.“
„Auch die Möglichkeit, Analysen durchzuführen, hat vielen unserer Nutzenden geholfen. Wir können eine komplexe Analyse für alles durchführen, was wir für unser Unternehmen nutzen, einschließlich Bewertungen, Risiken, Beschaffung, Zusammenarbeit, Qualitätsleistung und so weiter.“
„Wir haben unsere A-Lieferantenquote im letzten Jahr um 12 % erhöht, weil die Konnektivität unserer Systeme es den Mitarbeitenden erleichtert, Zertifikate zu verfolgen und Qualitätsinitiativen bei den Lieferanten voranzutreiben“, fügt Kittel hinzu. Grammer bewertet und stuft die Lieferunternehmen monatlich ein und gibt ihnen Feedback, damit sie Verbesserungsmöglichkeiten erkennen können.
Lieferunternehmen beschweren sich oft über digitale Systeme, weil es eine Vereinbarung über Standards, Verträge, Zertifikate und andere Prozesse geben muss, aber QAD SRM hat dieses Hindernis für Grammer beseitigt, erklärt Kittel. Dank dieser Akzeptanz konnte Grammer die Systemnutzung um 150 % steigern.
„Wir erwarten ein System, das möglichst einfach, benutzerfreundlich und flexibel ist“, fügt Kittel hinzu. Grammer stellte fest, dass QAD SRM das Potenzial dafür hat und gleichzeitig einen Partner, der mit dem Unternehmen zusammenarbeitet, um gemeinsam Lösung zu schaffen, die genau so funktioniert, wie es benötigt wird.
„Das ist wirklich einer der großen Vorteile“, sagt Kittel. „Ich persönlich schätze es, einen Partner zu haben, der auf der gleichen Ebene steht und unsere Vision teilt.“
Fernanda Dorantes, Process Digitalization Manager, Grammer AG
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