Kunden Case Study

FÜHRENDER TIER-1-AUTOMOBILLIEFERANT

Das Unternehmen:

TIER-1-AUTOMOBILLIEFERANT AUTOMATISIERT SEIN MRP VOLLSTÄNDIG MIT QAD

Das Unternehmen ist ein weltweit agierendes Tier-1-Lieferant der Automobilindustrie.

KUNDEN-HIGHLIGHTS
Unternehmen
Tier-1-Automobillieferant
Hauptsitz
Vereinigte Staaten von Amerika
Verwendete Lösungen
QAD ERP in der Cloud
MRP
MSW/PSW
Supplier Performance

 



Die Herausforderung:

AUTOMATISIERUNG DER KUNDENNACHFRAGEN BEIM LIEFERUNTERNEHMEN

Der Automobillieferant nutzt derzeit QAD ERP in der Cloud an seinen Produktionsstandorten und hat den Nachfrageprozess zwischen Kundinnen und Kunden sowie Lieferunternehmen vollständig automatisiert.

Viele Zuliefernde in der Automobilindustrie nutzen ihr ERP-System nicht für eine vollständig automatisierte Bedarfsplanung, sondern nutzen stattdessen weiterhin Tabellenkalkulationen für die Abbildung verschiedener Prozesse. Das führt oft zu Problemen in der Zusammenarbeit, der Transparenz, der Modernisierung, Logistik und Verwaltung.

„Wir erschrecken, wenn wir von Betrieben hören, die Tabellenkalkulationen für Freigaben von Lieferunternehmen verwenden. Sie sind manuell und die Daten fließen nicht in das ERP-System des Lieferunternehmens ein“, kommentiert der Senior ERP Analyst. 


“Andere Automobillieferanten meinen, das sei nicht machbar, aber wir haben es geschafft. Wir haben unser MRP mit QAD vollständig automatisiert.”

Senior ERP Analyst



Die Lösung:

EINSATZ VON QAD CLOUD ERP ZUR VOLLSTÄNDIGEN AUTOMATISIERUNG DER NACHFRAGE VON KUNDINNEN UND KUNDEN

Der Tier-1-Automobillieferant setzt QAD ERP in der Cloud ein, um die von den Kundinnen und Kunden eingehenden Nachfragen vollständig zu automatisieren und an Hunderte Lieferunternehmen weiterzuleiten. Das Unternehmen führt die Bedarfsplanung jede Nacht über einen Batch-Job aus und sendet dann täglich Freigaben an ihre Lieferantinnen und Lieferanten.

Wenn alle wöchentlichen Freigaben am Montagmorgen eintreffen, nutzt die Produktionsplanung des Unternehmens die Anfragen als Planungsgrundlage. Sie verwenden die Master Planning and Scheduling Workbench (MSW/PSW) von QAD, um den Versandplan an der Nachfrage auszurichten und dabei auch die Bearbeitungsreihenfolge und Wartungszeiten einzukalkulieren.

Jeden Tag erstellt das Unternehmen einen Versandplan auf der Grundlage der Daten des MRP-Laufs vom Vorabend und berücksichtigt dabei auch alle Last-Minute-Kundenanforderungen oder -mitteilungen. Durch den täglichen MRP-Lauf spiegeln die Daten alle neuen oder abweichenden EDI-Informationen der Kundinnen und Kunden korrekt wider, z. B. für die Rücknahme von Teilen oder die Berücksichtigung zusätzlicher Verfügbarkeiten. Das Team erstellt den täglichen Versandplan mit QAD MSW/PSW. Dabei rechnet es mit 14-tägigen Buckets und bis zu 80-wöchentlich-Buckets. Das Unternehmen sendet dann die Prognose und den Versandplan über EDI oder das QAD Demand and Delivery Portal an seine Lieferunternehmen. 

Bei bestimmten Artikeln erhält der global tätige Automobillieferant manchmal nur einen Versandplan der Kundin bzw. des Kunden. Das Unternehmen nutzt dann die Netting-Logik von QAD, um die EDI-Informationen der Kundinnen und Kunden zu interpretieren und so zu verstehen, was tatsächlich benötigt wird.

„Ich benötige QAD MRP in dieser dynamischen, schwankenden Umgebung aufgrund der Teileknappheit umso mehr. Nur mit MRP kann ich jeden Morgen als Erstes berechnen, was Kundenwunschänderungen für meine Lieferkette bedeuten. Ich muss MRP jetzt mehr denn je einsetzen“, so der Senior ERP Analyst. 

Etwa 85–90 % der Kundennachfragen gehen über das ERP-System ein. Die Kundinnen und Kunden melden in der Regel den Bedarf für sechs bis acht Monate. Das Unternehmen erstellt dann Prognosen für den Rest des Jahres für alle Kundenanforderungen. Im Falle der Elektroniklieferunternehmen sendet es Planungsinformationen für mehrere Wochen.

Etwa 85–90 % der nordamerikanischen Lieferunternehmen des Unternehmens nutzen den traditionellen EDI-Dienst. Dieser ermöglicht es ihnen, EDI-Abrufe und Versandpläne direkt in die ERP-Systeme des Unternehmens selbst zu laden. Die anderen 10–15 % der Zuliefernden nutzen das QAD Demand and Delivery Portal. 

QAD Demand and Delivery schafft Mehrwerte für produzierende Unternehmen, indem es die Zusammenarbeit mit Zuliefernden und die Transparenz der Lieferkette verbessert und eine solche schnellere Reaktion auf Veränderungen bei Angebot und Nachfrage ermöglicht. Diese Lösung erleichtert die Echtzeit-Kommunikation zwischen produzierenden und liefernden Unternehmen und reduziert gleichzeitig fehleranfällige, manuell aufwendige Prozesse. 

Das QAD Demand and Delivery Portal verbessert auch die elektronische Kommunikation von Anforderungen, insbesondere bei kleineren Unternehmen, die sich die Implementierung von traditionellem EDI nicht leisten können. Ein Vorteil des QAD Demand and Delivery Portals ist, dass es den automatischen Druck eines unternehmensspezifischen Etiketts ermöglicht, um eingehende Sendungen nachverfolgbar zu markieren.

„Die kleineren Lieferunternehmen können auf das Portal zugreifen und automatisch das richtige, unternehmensspezifische Etikett abrufen. Das hat die Probleme mit der Etikettengenauigkeit spürbar reduziert“, kommentiert der Senior ERP Analyst.

DEM CHIPMANGEL ZUVORKOMMEN 

Das Management des Tier-1-Automobillieferanten handelte sehr proaktiv und befasste sich schon vor Jahren mit dem potenziellen Halbleiterchipmangel, noch bevor die Corona-Pandemie größere Herausforderungen verursachte. Die Nachfrage nach Halbleiterchips aus der Mobiltelefonindustrie ist weitaus größer als die Nachfrage der Automobilindustrie. Letztere benötigen Millionen von Chips, die Mobiltelefonbranche dagegen Milliarden.

Vor diesem Hintergrund erkannte die Geschäftsleitung, dass die Lieferunternehmen elektronischer Komponenten mehr Transparenz in Bezug auf die Nachfrage benötigten, sodass das Unternehmen dazu überging, seinen Elektroniklieferunternehmen Prognosedaten für mehr als ein Jahr zur Verfügung zu stellen. Durch die Vergrößerung der MRP-Kontrolldatei konnte das Unternehmen die Prognosen für seine wichtigsten Elektronikunternehmen erweitern. 

Terry Onica, QAD's Automotive Director, kommentierte: „Was der Tier-1-Automobillieferant mit seinen drei Lieferunternehmen umsetzt, ist beispiellos in der Automobilindustrie. Besonders jetzt, wo die Lieferkette so stark gestört ist.. Mehr Unternehmen sollten dem Beispiel folgen und erwägen, das Gleiche mit ihren Lieferanten und Lieferantinnen zu tun."

„Bei elektronischen Fertigerzeugnissen bitten wir unsere Produktionsplanung im Werk mit Unterstützung von Vertrieb &ampund Konstruktion um eine 18-Monate-Prognose, damit unser MRP die Planaufträge für einen Zeitraum von anderthalb Jahren steuern kann“, erklärt der Senior ERP Analyst. „Um ihnen den gesamten 80-Wochen-Horizont zu geben, gehen wir in den geplanten Auftrag und entscheiden uns für alle wöchentlichen Buckets – wir zeigen 52 wöchentliche Buckets, sodass unsere Zuliefernden eine Freigabe für das ganze Jahr erhalten. Unsere Elektroniklieferunternehmen erhalten komplette Abrufdaten für 80 Wochen.“

„Obwohl die Vergrößerung unseres Vorhersagefensters die Chip-Knappheit nicht beseitigte, meldete unser Einkauf, dass unser Vorgehen einen enormen Unterschied bei der Beschaffung der wichtigsten Chip-Komponenten ausmachte. Das hat uns geholfen, die Knappheit abzufangen“, so der Senior ERP Analyst.




Die Vorteile:

VERTRAUEN AUF DATEN UND SOFTWARE

Einer der Hauptgründe, warum das Unternehmen seine Vorhersagefenster vergrößern und zusätzliche Daten bereitstellen kann, ist sein Vertrauen darauf, dass die Daten genau und korrekt sind. Die Produktionsanlagen verfolgen den Bestand mit QAD ERP in der Cloud und befolgen die branchenüblichen Best Practices für die Bestandsverwaltung. Durch die Automatisierung aller Vorgänge und das Verbot von Tabellenkalkulationen kann sich das Unternehmen auf die ausgewerteten Daten verlassen.

„Wenn Unternehmen den Daten nicht vertrauen, zögern sie, Prognosen über acht Wochen hinaus zu erstellen“, erklärt Onica.

Das Unternehmen selbst nutzt Prognoseinstrumente, um technische Änderungen zu berücksichtigen und vorherzusagen, ob ein bestimmtes Automobilprogramm mit den aktuellen Fertigprodukten fortgesetzt werden kann. Die Produktionsplanung kann in Zusammenarbeit mit Vertrieb & und Konstruktion die aktuellsten Prognosedaten für die Fertigerzeugnisse laden. 

„Unser Prognosewerkzeug hilft uns, mit technischen Änderungen in QAD von einer Teilenummer zur nächsten zu wechseln. Dann nimmt MRP die Werte der fertigen Ware und gibt sie an den Vertrieb weiter. Hier erstellen wir unsere weiteren Prognosen. Die Netting-Logik von QAD ist ein großer Vorteil für uns, und die Verbrauchslogik ist sehr hilfreich, um zusätzlichen MRP-Bedarf zu steuern“, erklärt der Senior ERP Analyst.

Weiterhin ermöglicht QAD dem Unternehmen, die Lieferzeiten vorherzusagen, z. B. wenn die Lieferunternehmen in Übersee mit Verzögerungen in den Häfen zu kämpfen haben.

VERWENDUNG DER QAD SUPPLIER PERFORMANCE OPTIONEN

Das Unternehmen hat auch das Modul QAD Supplier Performance und QAD Demand and Delivery implementiert, um die Zusammenarbeit mit seinen Lieferunternehmen in Bezug auf die pünktliche Lieferung zu verbessern. Es misst Unter-, Über-, Früh- und Spätlieferungen sowie die ASN-Pünktlichkeit. QAD Demand and Delivery verbessert durch Echtzeitkommunikation die Kollaboration und Transparenz zu den Lieferunternehmen. Manuelle Prozesse und Tabellenkalkulationen, die fehleranfällig und aufwendig sind, gehören der Vergangenheit an.

„QAD Supplier Performance funktioniert hervorragend für uns. Früher konnte ich die pünktliche Lieferung und die ASN-Pünktlichkeit nicht messen, jetzt ist es möglich“, kommentiert der Senior ERP Analyst.

QAD Supplier Performance unterstützt das Unternehmen in der Sendungsverfolgung durch den verbesserten Austausch von Leistungsdaten mit den Lieferantinnen und Lieferanten. Dadurch steigerte sich auch die generelle Liefertreue.

NÄCHSTE SCHRITTE: KONTINUIERLICHE OPTIMIERUNG MIT QAD DIGITAL SUPPLY CHAIN PLANNING (DSCP)

Als wachstumsorientiertes Unternehmen ist der Tier-1-Automobillieferant stets bestrebt, seine vorhandenen Prozesse zu verbessern und den größten Nutzen aus seinen Lösungen zu ziehen. Er hat ein Pilotprogramm mit der QAD Digital Supply Chain Planning (DSCP)-Lösung für eine verbesserte Szenarienplanung gestartet.

Die Lösung zeigt auf, wie Informationen an die nachgelagerten Ebenen fließen, insbesondere in Bezug auf Kapazitätsprobleme; vor allem mit den Lieferunternehmen von elektronischen Komponenten. Das globale Unternehmen wird die Lösung nutzen, um die Kommunikation zwischen seinen Tier-2- und Tier-3-Lieferunternehmen zu verbessern.


“QAD Supplier Performance funktioniert sehr gut für uns. Früher konnte ich die pünktliche Lieferung und die ASN-Pünktlichkeit nicht messen, jetzt ist es möglich.”

Senior ERP Analyst

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